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Freitag, Februar 4th, 2011

Gasanbieter EWE verliert 41.000 Kunden

Schon mehrfach wurden dem norddeutschen Energieanbieter EWE die stark angestiegenen Gaspreise im vergangenen Jahr zum Verhängnis – in mehreren gerichtlichen Auseinandersetzungen musste sich der Konzern für seine Gaspreiserhöhungen verantworten. Wie ein Sprecher des Unternehmens nun bestätigte, hat EWE in Folge des öffentlichen Rechtsstreits und der Preissteigerungen mehrere zehntausend Kunden verloren. Die bislang mehr als 41.000 Kündigungen führen bei dem Energieversorger zu weiteren Problemen.

Im Zusammenhang mit dem gerichtlichen Streit konnte EWE zum Beispiel die Wechselanträge vieler Kunden nicht rechtzeitig bearbeiten, wodurch vermehrte Kundenbeschwerden bei dem Energieversorger eingingen. Insgesamt haben 41.000 Kunden im vergangenen Jahr bei EWE gekündigt, allein im Monat November verließen 15.000 Gasabnehmer den Konzern zu Gunsten eines anderen Anbieters. Eine derartige Kündigungswelle liegt deutlich über den durchschnittlichen Werten. So seien bei einem Gasanbieter mit circa 750.000 Kunden pro Monat zwei- bis dreitausend Kündigungen normal.

Dennoch gingen in 2010 nicht nur Kündigungen bei EWE ein. So haben sich im vergangenen Jahr auch mehrere tausend Neukunden bei dem Energieunternehmen angemeldet, was den Kundenverlust auf insgesamt 27.000 relativiert.

Negativ-Image und Preiserhöhungen

Laut Konzernsprecher seien die Gründe für die Kündigungswelle mehr als vielfältig. Als einen der Hauptgründe nannte der EWE-Sprecher den Image-Verlust des Konzerns, welcher aus den vielen Klagen und Gerichtsverfahren resultiere. Noch weitreichendere Schuld an dem jüngsten Mitgliederschwund trage jedoch die drastische Erhöhung des Gaspreises im Dezember 2010. Weiterem Kundenverlust versucht der Gasanbieter nun durch gezielte Gegenmaßnahmen vorzubeugen. So soll unter anderem der Kundenservice optimiert und das Vertriebsgebiet auf ganz Niedersachsen erweitert werden.

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