Sichere Gasversorgung für Europa
Bisher ist es nur ein Horrorszenario und wenn es nach den Europäern geht soll es das auch bleiben, die plötzliche Unterbrechung der Gaslieferungen. Noch ist es, bis auf ein paar Verzögerungen, nicht dazu gekommen und im besten Fall wird es ach so bleiben, im Europaparlament will man jetzt aber eine Lösung wissen und daran arbeiten, dass die Gasversorgung für Europa sicherer wird. Für den Fall, dass es irgendwann einmal dazu kommen sollte, dass es eine Lieferunterbrechung beim Gas gibt, sollen die Menschen in Europa nicht gleich in Panik ausbrechen, denn es gibt einen Notfallplan. Bisher waren an Lieferunterbrechungen so gut wie immer Streitigkeiten zwischen dem Hauptgasproduzenten Russland und den Transitstaaten Ukraine und Weißrussland schuld, wie zuletzt im Januar 2009. Damals hatten die Russen der Ukraine den Gashahn abgestellt, weil diese ihre Gasrechnungen nicht begleichen konnte. In Ländern wie Rumänien, Österreich, Italien, Bulgarien und Ungarn gab es dann einen Totalausfall der russischen Gaslieferungen, das soll nun aber der Vergangenheit angehören.
Der von der Europäischen Union erlassene Verordnungsvorschlag sieht vor, dass, wenn es zu einem Ausfall von 10 Prozent der Gaslieferungen kommt, sofort Hilfsmaßnahmen anlaufen, um sicher zu stellen, dass die Länder weiterhin mit Gas versorgt werden. Allerdings fordert der Ausschuss, dass die Schwelle, ab der die Hilfsmaßnahmen anspringen, präzisiert wird, weil ein Ausfall von 100 Prozent der Gaslieferungen nach Finnland oder Bulgarien, für ganz Europa noch lange keine 10 Prozent ausmachen.
Im Mai soll dann im Plenum über die Verordnung abgestimmt werden und zusammen mit der EU-Regierung soll dann eine Einigung gefunden werden, mit der sich auch die kleinen Länder anfreunden können.