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Tipps und Tricks zum Gasanbieter-Wechsel

Dienstag, Juli 21st, 2009

Nabucco mit Joschka Fischer

Der Gasanbieter RWE und der österreichische Energiekonzern OMV konnten für ihr geplantes Nabucco-Projekt den ehemaligen Außenminister Joschka Fischer hinzuziehen. Die Unternehmen setzen auf seine langjährige Erfahrung auf außen- und energiepolitischer Ebene und erhoffen sich weitere und vertiefte politische Unterstützung für das Vorhaben. Fischer gilt als äußerst beliebt im Ausland, hält gute Beziehungen zu vielen Staaten des orientalischen Kulturraumes.

Türkei im Fokus

Bei dem Nabucco-Projekt ist die Gasversorgung aus Zentralasien über die Türkei vorgesehen, was dem Fortschreiten des Vorhabens bislang Schwierigkeiten bereitet hatte. Zwischenzeitlich konnten erste Einigungen mit dem Nicht-EU-Land getroffen werden, weitere Abkommen werden in Zukunft beschlossen werden. Die Türkei drängt seit Jahren auf den EU-Beitritt, welcher ihr trotz mehrmaligen Versprechungen bisher verwehrt wurde. Mit diesem Projekt strebt das Land seine Ziele weiter an und engagiert sich auf energiepolitischer Ebene.

Fischer und Schröder in ähnlichen Projekten

Die ersten Gaslieferungen sollen ab 2014 über die 3300 Kilometer langen Leitungen nach Westeuropa erfolgen und eine zunehmende Unabhängigkeit vom Erdgasversorger Russland schaffen. Mit der Tätigkeit als Berater begibt Joschka Fischer sich in das Nachbarprojekt der Nord Stream Pipeline, für welches Altbundeskanzler Gerhard Schröder als Berater tätig ist. Dieser pflegte bereits während seiner Zeit als SPD-Politiker gute Verhältnisse zur russischen Führungsebene. Nabucco und Nord Stream werden in der Öffentlichkeit häufig als Konkurrenzprojekte bezeichnet. Allerdings nutzen sie unterschiedliche Quellen und werden voraussichtlich unabhängig voneinander am Markt existieren können. Ein erhöhter Wettbewerb kann sich für den Endverbraucher positiv auswirken, da der Absatz verstärkt über die Preispolitik geregelt werden wird.

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